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Modell- und Formenbau
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Das Modell - die Idee in ihrer ersten Form

Die schon frühgeschichtlich ausgeübte Kunst des Gießens erforderte zur Herstellung der Sand- oder Lehmform ein naturgetreues Modell des zu gießenden Gegenstandes. Als leicht zu bearbeitender Werkstoff bot sich hierfür das Holz besonders an. So fertigte man zunächst sämtliche Gießereimodelle aus Holz, und noch heute wird es als preiswertes Ausgangsmaterial intensiv verarbeitet. Allerdings finden im Modellbau heutzutage darüber hinaus Kunststoffe ebenso wie Leichtmetalle, Gusseisen, Stahl oder auch synthetische Stoffe umfangreich Verwendung.

 

Insbesondere in der Maschinen- und der Automobilindustrie werden verschiedenste Gusselemente (z.B. Gehäuseteile) für den Bau von Maschinen, Apparaten und Geräten benötigt. Jedes Gussteil basiert auf einem Gießereimodell, einem exakten Abbild des Maschinenteils. Solche Modelle fertigt der Modellbauer. Die technische Entwicklung verändert aber immer wieder die Herstellungsmethoden. Durch neue Schweiß- und Frästechniken, neue Materialien und die Elektronik können seit einiger Zeit verschiedene Maschinenteile auch in anderer Weise kostengünstig hergestellt werden.

 

Für die Modellbau-Betriebe war dieser technische Wandel eine Herausforderung. Er motivierte, neue Wege einzuschlagen und andere Arbeitsgebiete zu erforschen. Der Einsatz modernster, EDV-gestützter Technologien ergänzt im Modellbauer-Handwerk herkömmliche, typisch handwerkliche Produktionsmethoden. Präzisionsmaschinen, CAD/CAM und CIM finden rasch zunehmende Verbreitung. Heute setzt der Modellbauer sein Können außer für Gießereien noch für die Kunststoff- und Metallindustrie ein.

 

Die Palette der Produkte im Modellbau ist sehr breit und besteht meistens aus Einzelanfertigungen und selten aus kleinen Serien. Man unterscheidet heute zwischen Anschauungs- und Produktionsmodellbau. Einen der größten Bereiche im Produktionsmodellbau bilden hierbei Gießereimodelle, die je nach Verwendungszweck, handlich klein (z.B. Kurbel) oder riesengroß (z.B. Turbinengehäuse) sein können. Ein anderes Feld decken Designmodelle und Prototypen ab. Sie fertigt der Modellbauer, um in enger Abstimmung mit dem Kunden Produktdesign und Handhabung von Produkten zu testen. Unersetzlich ist der Modellbau bei der Fertigung von Produktionswerkzeugen. Spezialanlagen, die zur Herstellung von Kunststoffbauteilen in großen Stückzahlen dienen, erfordern besonders angefertigte, komplizierte Metall-Werkzeuge. Diese werden mit Hilfe von sogenannten Kopiermodellen des Modellbauers maschinell "abkopiert".

 

Eine andere, für den Normalverbraucher nicht sichtbare Modellbauer-Arbeit verbirgt sich hinter vielen Werkstücken des alltäglichen Gebrauchs. Innenteile von Sitzkissen, Verstärkungseinlagen für Koffer und ähnliches sind poröse, weiche Kunststoffteile, die in einer Spezialform hergestellt werden. Solche Schäumformen liefert der Modellbauer ebenso wie Modelle im Tiefziehverfahren, bei dem Kunststoff-Folien und -platten maßgeschneidert geformt werden.

 

Beim Anschauungsmodellbauer handelt es sich demgegenüber um maßstäblich genaue, verkleinerte oder vergrößerte Modelle von Objekten, die nicht exakt zweidimensional vorstellbar sind. Sondermaschinenbau, Maschinenbau, Anlagenbau, Automobilindustrie, Designer, Unternehmen des Hoch- und Tiefbaues, Baubehörden, Lehrmittelhersteller und Universitäten sind auf die Modellbauer als Partner angewiesen. Naturgetreue Nachbildungen von Planungsobjekten dienen zu Demonstrations- oder Versuchszwecken und helfen vor allem im Architekturbereich, sich ein plastisches Bild von vorliegenden Entwürfen zu machen.

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